Solidarität in der Krise

Kurz vor dem shut down hat die ehrenamtliche Nähwerkstatt unseres Dorfes begonnen, Masken für die beiden Altenheime zu nähen. Für 150 Mitarbeitende sollten dort mindestens 700 Masken zur Verfügung stehen.

Der Bedarf war – dank der fleißigen Hände und Nähmaschinen – recht rasch gedeckt. Es waren aber noch Kapazitäten frei, sowohl im Dorf gesammelte Bettwäsche als auch Nähstunden. Daher begannen wir in der Woche bevor die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und beim Einkaufen eingeführt wurde, Masken an der Haustüre abzugeben, gegen eine Spende für ÄRZTE OHNE GRENZEN. Nach nur einer Woche konnten wir 500€ überweisen, nach den zweiten dann noch einmal 500€. Das war eine überwältigende Erfahrung. Sogar die freiwillige Feuerwehr unseres Ortes hat jetzt an jedem Helm eine von uns genähte Maske hängen.

Für manch einen Mann war es schwierig, das passende Design herauszusuchen. Nachdem öfter nach schwarz gefragt wurde, habe ich schließlich auch schwarze Masken genäht.

Es ist immer wieder nett, draußen eine Maske aus unserer Werkstatt zu entdecken.

Inzwischen ist es ruhiger geworden an der Haustür. Maskenmaterial ist aber noch immer da. So konnte ich einige Hundert an die Charité und die Göttinger Werkstätten schicken. Die Charité hat leider keine Rückmeldung gegeben, während die Göttinger Werkstätten sich überaus freundlich – auch an meine private email – bedankte.

Was mir an der Aktion am besten gefallen hat: niemand von uns will sich an der Krisensituation bereichern. Im Gegenteil, wir spenden das Material und unsere Zeit, während “professionelle” Unternehmen sich in den Preisen für die Behelfsmasken überbieten.

 

 

Bitte versendet die Masken zusammen mit unserem Beipackzettel und füllt die Informationen zum Stoff aus. Gerne könnt ihr der sozialen Einrichtung unten auf dem Zettel noch eine kleine persönliche Nachricht schreiben. 
Veröffentlicht in Blog

2 Gedanken zu „Solidarität in der Krise

  1. Peter Evans

    Ja, das ist das was ich am meisten immer wieder bewegt.

    Ihr gebt Eure Zeit, Material, und Geld ab, um die Einrichtungen zu versorgen, ohne jegliche Belohnung zu erwarten.

    Ich bin davon überwältigt. wie viele selbstlose Liebe da draußen vorhanden ist. Diese ganze Sache hat mir die Glaube an die Menschheit wieder restauriert.

    Danke.

    Pete vom Maskmaker-Team.

  2. GoettingerWerkstaetten

    Dem können wir uns nur anschließen!!!!

    Wir waren auch sehr beeindruckt davon, das Menschen nicht nur Zeit und Material geben, alles verpacken, zur Post gehen und auch noch das Porto bezahlen und überhaupt keine Gegenleistung erwarten.

    Das es so etwas noch gibt, ist unglaublich schön.

    Vor allem das es “da draußen” so viele Menschen gibt, die Solidarität immer noch für selbstverständlich halten ist großartig.
    Vielen Dank noch mal an alle!

    Anke von den Göttinger Werkstätten

Schreiben Sie einen Kommentar